Wilder Kaffee aus dem Regenwald. In Äthiopien liegt die Urheimat des Kaffees. In der Provinz Kaffa im Südwesten Äthiopiens wächst auch heute noch der Kaffee wild im Regenwald. Traditionell wird der „Waldkaffee“ von den in der Region ansässigen Bauernfamilien geerntet. Der Rohkaffee wird direkt bei den Bauern vor Ort ohne Zwischenhändler eingekauft, zu einem Preis, der um ein Vielfaches höher liegt als der derzeitige Weltmarktpreis für äthiopischen Rohkaffee. Bonga ist die Provinzhauptstadt der Region Kaffa, die früher ein äthiopisches Königreich war. Die äthiopischen Regenwald-Bauern wohnen in traditionellen Rundhütten, den Tukuls. Rund um die Hütte stehen Mais und andere Nutzpflanzen, die meisten davon werden für den Eigenbedarf angebaut. Da die Kaffeepflanzen im Wald an ihrem natürlichen Standort angepasst sind und ohne künstlichen Dünger auskommen müssen, tragen sie weniger Früchte als Plantagenpflanzen. Sie werden nicht wie Kaffeepflanzen aus kommerziellem Anbau auf bequeme Erntehöhe gestutzt, sondern werden in ihrer natürlichen Umgebung und natürlichen Wachstumsbedingungen bis zu acht Meter hoch. Das Besondere an diesem ursprünglichen, wild wachsenden Arabica Kaffee sind seine ungewöhnlichen und kräftigen Geschmacksnuancen und sein würziger, gehaltvoller Grundton.